
Festjubiläum am 21.11.2010
Große Ehre für die Odenwald-Hilfe für Tschernobyl-Kinder aus Eberbach
Zum Festjubiläum der orthodoxen Kirche Mosyr, welche vor 260 Jahren als Kloster aufgebaut wurde und seit 145 Jahren besteht, waren am Sonntag, 21.11.2010 Natascha Siefert (2.Vorsitzende) und Harald Siefert (1.Vorsitzender) der Odenwald-Hilfe für Tschernobyl-Kinder Eberbach vom Bischof Stefan von Mosyr eingeladen.
Am Vormittag fand ein Festgottesdient statt, bei dem alle Bischöfe Weißrusslands anwesend waren.
Der höchste weißrussische Würdenträger (Metropolit) Filaret war aus Minsk angereist und nahm an diesem Festgottesdienst, in der aus gegebenem Anlass gut besuchten, Kirche teil. Unter anderem fand eine Heiligsprechung für Alexi Letschizkij, den das kommunistische Regime hat ermorden lassen, statt.

Im Anschluss daran gab es ein Festbankett für die Bischöfe, der Stadtverwaltung und für die geladenen Gäste im Hotel Pripjat. Im Rahmen des Banketts wurden einzelne Tischreden gehalten, deren Auswahl dem Metropolit Filaret oblag. Umrahmt wurden die Vorträge von verschiedenen musikalischen Darbietungen.
Auch Harald Siefert wurde das Wort erteilt, um zu gratulieren und über die Arbeit Odenwald-Hilfe für Tschernobyl-Kinder zu berichten.
Große Ehrung für die Odenwald-Hilfe für Tschernobyl-Kinder e.V.
Die OTK erhielt im Rahmen einer Feierstunde am 24.Januar 2007 im Rathaus Eberbach eine große Auszeichnung. Man erhielt die Silber-Medaille:
Mérite Européen in Silber
Verliehen von der Stiftung Mérite Européen, Luxemburg durch Dr.Diemut Theato MdEP a.D.
Vizepräsidentin des Deutschen Freundeskreises.
Anwesend in der Feierstunde waren unter anderem BM der Stadt Eberbach Herr Bernhard Martin,
die Vorstandschaft der OTK sowie diverse geladene Gäste.
Die musikalische Umrahmung erfolgte durch das Streichquartett der Musikschule Eberbach e.V.
Förderkreis Odenwald-Hilfe für Tschernobyl-Kinder e.V.
Medaille und Urkunde für Harald und Natascha Siefert
(Foto: privat)
(bro) (hns) Kürzlich waren Harald und Natascha Siefert wieder einmal nach Weißrussland gereist, um ihre Projekte zu besuchen, aber auch um der Einladung des Bischofs Vladyka Stefan von Gomel und Zhlobin Folge zu leisten.
Kennengelernt hat man sich in Mosyr, wo er einst Bischof war. Nach dem Tod des Bischofs von Gomel ist er nachgerückt und betreut heute 170 Kirchen in seinem Bezirk, wo auch die Odenwaldhilfe für Tschernobyl-Kinder e.V. tätig ist.
Am ersten Abend war war das Ehepaar Siefert zu einem großen Konzert in der Stadthalle in Gomel eingeladen, das von der Kirche ausgerichtet war. Chöre und Tänzer in historischen Kleidern begeisterten das Publikum.
Des Weiteren wurde der Namenstag des Bischofs gefeiert, zu dem viele Würdenträger aus dem ganzen Land, auch aus Russland, gekommen waren, um zu gratulieren.
Für Harald und Natascha Siefert folgte dann eine große Überraschung. In feierlicher Runde wurde ihnen je eine Medaille und eine Urkunde verliehen – als Dank des Bischofs für ihre christlichen Bemühungen, ihre Barmherzigkeit sowie Herzensgüte und für das Voranbringen der humanistischen Moral der Gesellschaft.
Harald Siefert bedankte sich für diese Ehrung und betonte, dass diese Auszeichnung aber auch ein Verdienst der Menschen in Eberbach und Umgebung sei. Ohne die Mithilfe und Spendenbereitschaft der Mitbürger wäre diese Arbeit nicht möglich.
21.01.14
Hilfe für Tschernobylkinder erhält hohe Auszeichnung
Bischof Stefan verleiht Natascha und Harald Siefert die Medaille der Belarussischen Orthodoxen Kirche
Bei einem Besuch von Natascha und Harald Siefert in WeiBrussiand wurde der Odenwaldhilfe für Tschernobyikinder eine große Ehre zuteil: Valdyka Stefan, Bischof von Go-mel und Zhlobin, verlieh dem Eberbacher Ehepaar, das sich seit Jahren in Hilfsprojekten engagiert, die Medaille der Belarussischen Orthodoxen Kirche.
Eberbach. Regelmäßig besuchen Natascha und Harald Siefert die Projekte, die die Odenwaldhilfe in Weißrussland ins Leben gerufen hat. Über Telefon und Skype stehen sie auch von Eberbach aus in ständigem Kontakt. „Fast täglich“, wie die Eheleute sagen.
Bei ihrem jüngsten Besuch wurden die beiden Eberbacher von Bischof Stefan, dem früheren Bischof von Mosyr, eingeladen, der inzwischen dort, wo die Odenwaldhilfe tätig ist, 170 Kirchen unter sich hat. In feierlicher Runde überreichte Stefan den Eheleuten eine Urkunde und die Medaille der Belarussischen Orthodoxen Kirche. „In Ehren des gottesfürchtigen Ionhan Kormjanski und Marfa Gomel-skaja für inständige christliche Bemühungen in Sachen Barmherzigkeit, Herzensgüte und Hilfeleistung im Voranbringen der humanistischen Moral der Gesellschaft“, wie es in der Urkunde heißt.
Der Vorsitzende der Odenwaldhilfe, Harald Siefert, nahm die Auszeichnung als „Verdienst der Menschen in Eberbach und Umgebung“ in Empfang: „Ohne die Mithilfe und Spendenbereitschaft unserer Mitbürger wäre unsere Arbeit hier nicht möglich“, betonte er.
Die Odenwaldhilfe für Tschemobyl-kinder (OTK) unterstützt seit 1991 Einrichtungen in Mosyr und der umliegenden Region in Weißrussland. Ziel des von Karl Emig gegründeten Vereins war es anfangs, Kindem aus der Gegend von Tschernobyl gesunde Ferien im Odenwald zu ermöglichen. Mosyr liegt gera-
de einmal 75 Kilometer von dem 1986 bei einem missglückten Testlauf zerstörten Kernreaktorblock entfernt. Inzwischen hilft der Verein neben Kindem vor allem älteren Menschen und Behinderten, etwa in Kindergärten, im Rehabilitations-zentrum für behinderte Kinder und Jugendliche Raduga (Regenbogen), in Kliniken, Schulen und in der Seniorenbetreuung. Ziel ist laut Verein dabei immer die Hilfe zur Selbsthilfe. Zur Erledigung von Formalitäten unterhält die OTK in Mosyr ein kleines Büro mit drei ehrenamtlichen und einer festangestellten Mitarbeiterin.
Bei „Eberbach-Polesia“, dem jüngsten,vor drei Jahren ins Leben gerufenen und bislang größten Projekt der OTK, arbeitet der Verein eng mit der orthodoxen Kirche zusammen. In einer Werkstatt werden Arbeitsplätze für behinderte Menschen angeboten, die in Zusammenarbeit mit Künstlern und Designern
Schreib-, Geschenk- und Dekorationsartikel nach eigenen Entwürfen fertigen und verkaufen.
Ziel ist es, dass sich die in dem Projekt Beschäftigten entsprechend ihrer Möglichkeiten einen selbst tragenden Betrieb aufbauen, der den Lebensunterhalt sichern soll. Denn laut Natascha Siefert reicht die finanzielle Unterstützung des Staates vielen Behinderten nicht zum Leben.
Erst vor kurzem besichtigte eine Delegation aus Weißrussland das Berufsund Arbeitszentrum der Johannes-Diakonie in Eberbach, um sich dort weitere Anregungen zu holen. Das neueste OTK-Projekt zeigt inzwischen erste Erfolge: Nach intensiver Vorbereitung machte sich vor kurzem eine Frau selbstständig und kann künftig ihren Lebensunterhalt alleine bestreiten.
Davon, dass alles im Sinne des Vereins läuft und die Hilfsgelder auch dort
ankommen und Wirkung zeigen, wo sie gebraucht werden, machen sich Natascha und Harald Siefert regelmäßig eir. Bild. Dabei kommt indes auch die weißrussische Gastfreundschaft nicht zu kurz Teil des Besuchs war neben der Me-daillenverleihung durch den Bischof auch ein Konzert der Kirche in der Stadthalle von Gomel mit Chören und Tänzen in historischen Kleidern und eine Feier zuir Namenstag des Bischofs, zu der zahlreiche Würdenträger, auch aus Russland kamen.
INFO Gespendet werden für die Odenwaldhilfe für Tschernobylkinder kann auf das Konto 21148601 bei der Volksbank Neckartal (BLZ 67291700) oder das Konto 1008663 bei der Sparkasse Neckartal-Odenwald (BLZ 672 51305).

Harald Siefert erhält das Bundesverdienstkreuz
Minister Peter Hauk überreicht dem Vorsitzenden des Vereins „Odenwaldhilfe für Tschernobylkinder“ die hohe Auszeichnung
Eberbach. Hoher Besuch beim Neujahrsempfang der Stadt Eberbach. Minister Peter Hauk war gekommen, um Harald Siefert im Namen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Verdienstorden der Bundesrepublik (Bundesverdienstkreuz) am Bande zu überreichen. Er ehrte damit „ein Lebenswerk, das seinesgleichen sucht“.
Hauk, Minister für Ernährung, ländlicher Raum und Verbraucherschutz, bezeichnete den Eberbacher als „ehrenamtlicher Diplomat in schwieriger Weltlage“. Als Vorsitzender der Odenwaldhilfe für Tschernobylkinder e.V. (OTK) habe er nicht nur Menschenfreundlichkeit gezeigt und praktische Hilfe in Not geleistet, sondern etwas geschafft, was Politik so nicht leisten könne.
Siefert habe die Bedürfnisse vor Ort gesehen, entschlossen gehandelt und konkrete Hilfe geleistet. Mit den vielfältigen Aktionen hätten Harald Siefert und der Verein ganz verschiedene Zielgruppen erreicht.
„Es geht nicht um Politik, es geht um humanitäre Hilfe, den Mitmenschen sehen – Grundwerte des Christentums“, so der Minister. All dies leisteten der segensreiche Verein. Auch wenn es seit dem Krieg in der Ukraine noch schwieriger geworden sei, auch wenn Reisen unmöglich seien, die Kontakte bestünden weiter.
„Das Schicksal der Menschen ist Ihnen nicht gleichgültig. Mit ihrer zupackenden Art haben Sie Großes und in schweren Zeiten im Ausland ein positives Bild von Deutschland geschaffen. Die Auszeichnung mit dem Verdienstkreuz am Bande, die höchste Auszeichnung, ist mehr als gerechtfertigt“, so der Minister.
Peter Hauk blickte in seiner Laudatio zuvor auf die Entwicklung des Vereins OTK zurück. „Raduga“ (Regenbogen) war eines der ersten Projekte der OTK – ein medizinisches Rehabilitationszentrum für behinderte Kinder und Jugendliche mit psychoneurologischen Erkrankungen.
So erhielt „Raduga“ medizinische Geräte, wurde eine Apotheke eingerichtet, welche große Bestände an dringend benötigte Schilddrüsenpräparate zur Vorbeugung der Strahlenkrankheit bevorratet. Hierbei konnten alle Kinder und Jugendlichen jeweils drei Monate lang versorgt werden. Der Marktwert der Medikamente betrug fast zwei Millionen D-Mark.
Neben humanitärer Hilfe wurden auch dreiwöchige Erholungsferien in Eberbach für Kinder organisiert. Bei ihren jährlichen Besuchen in Mosyr wurden die Schulen im Laufe der Jahre mit Computern und diversem Lehrmaterial bedacht, die Kindergärten erhielten Spielzeug und vieles mehr. Der Eberbacher Kindergarten „Regenbogen“ ist übrigens Pate eines Kindergartens in Mosyr.
Einrichtungen und Ausstattungen der Krankenhäuser in Mosyr ließen sehr zu wünschen übrig, alles war veraltet. OTK lieferte z.B. über 900 Betten für die Krankenhäuser in Mosyr. Ein Krankenhaus wurde mit chirurgischen Instrumenten und Nahtmaterial für Augenoperationen versorgt. Medikamente für circa eine Million Euro Verkaufswert wurden nach Mosyr gebracht.
Die Lieferung von Medikamenten wurde durch immer wieder neue Erlasse aus Minsk jedoch so erschwert , dass der Verein diese Lieferungen einstellen musste. Bei den Hilfstransporten wurden insgesamt 60 Lkws verschiedenster „Ware“ (Kleidung, Möbel, Spielwaren etc.) auf die Reise in die Partnerstadt Mosyr geschickt. Mit dem „Weg ins Leben“ (Eberbach-Polesje) setze sich der Verein für junge Behinderte ein.
Harald Siefert ist aber nicht nur seit 2007 Vorsitzender der OTK, er war auch elf Jahre Mitglied des Eberbacher Gemeinderats, zweiter Vorsitzender der Reservisten, Vorstandsmitglied in Freundeskreis Ephrata (Amerika) und Freunde Thonon (Frankreich).

